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SPASS GEHT VOR!
 

Liebe Eltern,

wir möchten uns zunächst dafür bedanken, dass Sie uns Ihr Kind anvertrauen. Wir werden uns bemühen, alles zu tun, damit die Kinder und Jugendlichen sich bei der SG Baienfurt wohl fühlen. Gleichzeitig möchten wir Sie darüber informieren, worauf es uns im Kinderfußball ankommt:

Das Erlernen fußballspezifischer Techniken oder taktischer Verhaltensweisen ist in den untersten Altersklassen nicht vorrangig. Den Ball in eine vorgegebene Richtung schießen, mit dem Ball am Fuß laufen, den Ball ohne Hilfe der Hände anhalten, Tore schießen wie auch verhindern: An diese Grundelemente des Fußballs sollen die Kinder in verschiedenen Trainingsformen zunächst spielerisch herangeführt werden.

Genauso wichtig ist es uns aber, dass die Kinder:

  • sich in der Gruppe Gleichaltriger zurechtfinden
  • in einer Mannschaft ein gemeinsames Ziel verfolgen
  • lernen mit Siegen und Niederlagen umzugehen
  • einen Spielgegner respektieren
  • Regeln akzeptieren und einhalten
  • Freude am Vereinsleben haben

Weiterhin ermöglichen wir Ihrem Kind:

  • eigene Ideen im Umgang mit Sportgeräten zu entwickeln
  • allgemeine Bewegungserfahrungen in unterschiedlichen Spielsituationen zu sammeln
  • seine kognitiven wie koordinativen Fähigkeiten (Wahrnehmung, Orientierung, Kreativität, Reaktionsvermögen, Gleichgewichtssinn, usw.) zu verbessern

Wundern Sie sich also bitte nicht, wenn Sie im Fußballtraining Ihres Kindes auch Bewegungsspiele beobachten, die auf den ersten Blick nichts mit Fußball zu tun haben: Klettern, Balancieren, Hüpfen, Purzelbäume usw. sind grundlegende Fertigkeiten, die verbessert werden sollen, um damit langfristig das eigentliche Fußballspiel zu optimieren. Diese koordinativen Fähigkeiten sind nicht angeboren, sie müssen erlernt, gefestigt und weiterentwickelt werden. Zwischen dem 7. und 12. Lebensjahr ist eine besondere Lernfähigkeit  gegeben. Der Grund dafür ist die in diesem Alter beschleunigte Ausreifung grundlegender Funktionen des Zentralnervensystems. Hinzu kommen biologische Reifungsprozesse im Zusammenhang mit einem starken Bewegungsbedürfnis.

Selbstverständlich bleibt der Fußball der Mittelpunkt des Trainings und natürlich werden auch Spiele gegen andere Mannschaften ausgetragen! Uns geht es jedoch nicht darum, möglichst alle Spiele zu gewinnen. Wir möchten vielmehr, dass sich die Kinder bewegen und Spaß am Fußball haben. Kinder im Bambinialter halten sich noch nicht an zugewiesene Positionen oder Aufgaben – dazu ist ihr Spieltrieb viel zu ausgeprägt. Auf eine solche Festlegung wird deshalb zunächst noch verzichtet. Außerdem lernen Kinder am meisten, wenn sie auf verschiedenen Positionen Erfahrungen sammeln.

Es versteht sich auch von selbst, dass jedes Kind irgendwann einmal ausgewechselt wird, damit andere spielen können. Eine Auswechslung kann im Interesse der Kinder nicht davon abhängig gemacht werden, ob jemand gut oder weniger gut gespielt hat. Grundsätzlich sollen im Spiel unserer Jüngsten noch keine persönlichen Bewertungen vorgenommen werden.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Wir freuen uns auch über Siege – aber nicht um jeden Preis! Wir wollen nicht, dass Schwächere gar nicht zum Einsatz kommen oder die Kinder durch Festlegung bestimmter Positionen frühzeitig den Spaß am Fußball wieder verlieren.

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie häufig beim Training unserer Jugendmannschaften begrüßen könnten. Die Trainer sind für Anregungen offen und freuen sich über Unterstützung jeglicher Art! Bitte zögern Sie nicht, wenn Sie selbst Interesse haben in unserer Jugendabteilung ehrenamtlich mitzuwirken, uns anzusprechen. Wir können Verstärkungen stets gut gebrauchen!
 

Ihre Jugendleitung der SG Baienfurt